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      Mamiya 645 Pro TL mit Sekor C 2,8/80mm
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      3 3531 Mi 6.1.2010
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      100% von den Kommentaren €420.00 10.0
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      Beschreibung: Professionelle Spiegelreflexkamera im "kleinen Mittelformat" (6x4,5).
      Seit 1996
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      Administrator
       
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      Administrator

      Registriert seit: August 2006
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      Datum des Kommentars: Sa 24.5.2008 Würden Sie das Produkt empfehlen? Ja | Welchen Preis würden Sie dafür zahlen?: €420.00 | Wertung: 10 

       
      Positiv: Wunderbares Handling, Wechselsucher
      Negativ: Digiback teuer

      Die Mamiya 645 Pro TL ist die jüngste im Bunde der analogen Mamiyas mit dem "kleinen Mittelformat" 6x4,5 (daher auch ihr Name 645). Die Kamera ist das aktuelle Modell und wird nach wie vor als neu angeboten.

      Volle Variabilität
      Die grosse Besonderheit dieser Profikamera ist ihre unglaubliche Flexibilität und Variabilität bei relativ einfacher Bedienung. Aber halt! Wer glaubt, hier mit dem Komfort aktueller SLR-Modelle ein paar Hoch-Qualitative Mittelformat-Schüsse zu machen, den müssen wir enttäuschen: Die Bedienung ist einfach - im Vergleich zu anderen Mittelformatkameras.

      Aber Stückchenweise
      Die vollkommene Variabilität der Kamera sorgt natürlich auch für entsprechende Verwissrung. Eine Funktionsfähige Kamera besteht hier nicht nur aus Gehäuse und Objektiv, sondern zusätzlich noch aus Filmkassette, Filmmagazin, Sucher und Kurbel. Alle diese Teile sind in verschiedenen Ausstattungen und Ausführungen erhältlich!

      Meine Mamiya ist eine Pro TL mit dem AE-Reflexsucher FK402, der Rollfilmkassette 120 HA401 Der Filmtransportkurbel AC401 und dem Mamiya 80mm 1/2,8 Normalobjektiv.

      Los geht's
      An aller Anfang steht wie bei jeder analogen Kamera das Einlegen des Films. Hier ist man von einer Kleinbildkamera ganz anderes gewohnt. Da das hier nicht alles so einfach ist, habe ich ein Tutorial "Film einlegen" geschrieben (unter Tutorials im Forum)

      Ist der Film erstmal eingelegt, sieht man sich auch gleich mit der nächsten Schwierigkeit konfrontiert - das Halten der Kamera! Hört sich blöd an, ist es aber nicht: Der Auslöser befindet sich vorne unten rechts (in Fotografierrichtung) - durrschauen muss man aber auch noch, Schärfe und Blende einstellen muss auch sein - die ersten Versuche sehen meistes erbärmlich aus!

      Belichtungsautomatik?
      Nun die Belichtung einstellen. Mit dem von mir verwendeten AE-Reflexsucher geht es schon einigermassen. Vorsicht mit dem Faltlichtschacht, oder dem Sportsucher: Diese Sucher besitzen keinen Belichtungsmesser - man benötigt also einen Handbelichtungsmesser! Nur die AE Sucher verfügen über eingebaute Belichtungsmesser. Diese Belichtungsmesser gestatten grundsätzich nur die Zeitautomatik nach Blendenvorwahl. Beim AE-Prismensucher ist dieser ähnlich einem SLR-Sucher heutiger Kameras: Blende am Objektiv vorwählen, und der Sucher zeigt die dazu passende Verschlusszeit an. Der AE-Prismensucher FE401 hat zusätzlicha uch noch die Möglichkeit, verschiedene Messmethoden zu wählen. Mein AE-Reflexsucher FK402 hat diese Möglichkeit nicht - er verfügt über eine mittenbetonte Integralmessung, nicht jedoch über eine Verschlusszeitenanzeige. Diese zeigt über LEDs an, ob die Belichtungszeit "eher lang", "eher kurz" oder "mittelmässig" ist. Sehr schnelles blinken ist eine Über- oder Unterbelichtung. Hier die genaue Bedeutung nochmal im englischen Original - witzigerweise habe ich diese Erklärung in einem Werbeprospekt, nicht aber in der Bedienungsanleitung gefunden:

      Scharfe Sache?
      So - Belichtung passt? Jetzt scharf stellen - für viele der Neuzeit-Fotografen ein echtes Problem. Machen doch heutige SLR-Kameras immer nur "bsss-bsss-düdeldü", passiert hier von alleine erstmal - nichts! Wie bei Manual-Focus Kameras üblich, gilt es den in der Bldmitte liegenden Schnittindikator in Deckung zu bringen (so, dass das Bild nicht "durchgeschnitten" aussieht). Jetzt kann auch schon ausgelöst werden. Geht nicht? Vermutlich ist der Film nicht vorgespult und damit der Verschluss auch nicht gespannt - einfach an der Kurbel bis zur nächsten Raste drehen.


      Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, bekommt Ihr pro 120er Rollfilm 15 wunderschöne Mittelformatbilder.Wer glaubt, dass diese Art zu fotografieren nicht mehr zeitgemäss ist, der sollte hier mal nachlesen: Unser Bericht "Krieg der Fotowelten" zeigt sehr deutlich, wieviel Potential auch im Vergleich zu modernen Digitalen SLRs noch im analogen Mittelformat steckt.

      Braucht man das?
      Doch Auflösung ist das eine - am Ende wollen wir schöne Bilder haben - und hierkommt das grosse Plus der analogen Fotografie zum Tragen - die Bilder sehen einfach "anders" aus. Viele professionelle Fotografen setzen genau aus diesem Grund das Mittelformat besonders gerne im Studio ein - die Bilder wirken lebendiger! Fast jeder Profi hat analoges Mittelformat-Material im Schrank - Annie Leibowitz hat einmal gesagt, dass sie lieber analog fotografiert, weil ihr die digitale Fotografie einfach "zu ehrlich" ist. Ich kann das gut verstehen!

      Zukunftssicherheit:
      Wer richtig professionell damit fotografieren will, aber auf den digitalen Komfort nicht verzichten möchte, kann sich von diversen Drittanbietern (wie z.b. Sinar) Digitalbacks für diese Kamera kaufen. Für schlappe 12.000 EUR hat man dann zwischen 20 und 33 Megapixel dabei - für diese Objektive übrigens kein Problem, dank der Sensorgrösse.

      Canikon.de Fazit:
      Keine Kamera für Jedermann. Die analoge Fotografie mit einer solchen MIttelformatkamera ist harte Arbeit und erfordert viel Zeit, Erfahrung und Fingerspitzengefühl - aber das lohnt sich. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und haben Profi-Qualität. Jeder, der die Bilder in den Händen hält staunt über deren Lebendigkeit.

      Canikon.de Tipp: Ausprobieren! Keine Panik, alles halb so wild - nach den massiven Preisstürzen der analogen Kameras bekommt man eine solche Mamiya grossenteils schon weit unter EUR 400,- in den gängigen Web-Börsen.

      Canikon.de Fazit in Punkten:
      (10 Punkte = best)
      Preis-Leistungs Verhältnis: 10 (dank Preisverfall)
      Abbildungsqualität: 10
      Auflösung: 10
      Handhabung: 01
      Haptik: 10
      Kult-Faktor: 10
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      Gumpie


      Registriert seit: Februar 2008
      Ort: Oregon, USA
      Beiträge: 188
      Datum des Kommentars: Do 29.5.2008 Würden Sie das Produkt empfehlen? Ja | Welchen Preis würden Sie dafür zahlen?: Keine angezeigt | Wertung: 10 

       
      Positiv: Profikamera mit viel professionellem Zubehoer -- guenstige Preise auf dem Gebrauchtmarkt
      Negativ: Um die hohe Bildqualitaet des Films zu digitalisieren ist ein hochwertiger Filmscanner erforderlich

      Medium Format Photgraphie ist ausgelegt fuer den Profibereich, so sind auch die Produkte designed und gebaut. Die M 645 ist ein modulares System das aus mehreren Bausteinen besteht bis die Kamera einsatzfaehig ist. Hier die Grundbausteine...

      1) Kameragehaeuse - sehr robust mit Selbstausloeser, Mehrfachbelichtung, Mirror Lockup und auswechselbaren Einstellscheiben.

      2) Filmkasette - fuer 120 & 220 Rollfilm, 24x36 Kleinbild, Polaroid, Digitalback von Fremdherstellern

      3) Sucher - Lichtschacht, Reflexsucher mit und ohne Belichtungsmesser, Prismensucher mit und ohne Belichtungsmesser

      4) Objektive - Mamija hat eine grosse Auswahl von Objektiven mit hervorragender optischer Qualitaet. Festbrennweiten und Zoom.

      5) Motorantrieb - Nicht unbedingt erforderlich. Batterieversorgung des Gehaeuses und bis zu 1.5FPS Geschwindigkeit

      Die Mamiya 645 laesst sich wie eine Kleinbild Spiegelreflexkamera bedienen und einsetzen. Der Hauptunterschied sind Groesse und Gewicht. Die Kamera ist auch nicht ganz so schnell wie eine KB, aber dafuer muessen ja auch groessere Spiegel bewegt sowie beitere und laengere Filme aufgespult werden.

      Der Horizontal ablaufende Tuch-Schlitzverschluss ist elektronisch gesteuert, und sehr genau. Manuelle Einstellzeiten gehen von 4s bis 1/1000s, B und Automatikbetrieb. Beim Automatikbetrieb wird die Blende vorgewaehlt und die Verschlusszeit automatisch von der Kamera eingestellt. Fuer den Automatikbetrieb ist ein Sucher mit eingebautem Belichtungsmesser erforderlich. Der AE Prismensucher FE 401 ist ein sehr hoch angesehenes Produkt und liefert ausgezeichnete Belichtungseinstellungen.

      Ein uebliches Konzept des Mittelformates sind die auswechselbaren Filmkasetten. Man muss nicht warten bis ein Film verknipst ist um einen anderen Filmtyp in die Kamera zu laden, man hat einfach mehrer Magazine mit verschienen Filmen geladen. Wenn man einen hoeher empfindlichen Film oder schnell einen S/W Film laden will dann braucht man nur das Magazin zu wechseln und weiter gehts.

      Mamiya hat ein Digitales Filmmagazin auf dem Markt, aber es ist noch nicht kompatibel mit der M 645-TTL. Vielleicht bietet Mamiya in Zukunft ein Adapter an um die 645-TTL zu digitalisieren, so steht es jedenfalls auf der US Website. Das Digitale Filmmagazin von Mamiya hat einen besonders attraktiven Preis im Vergleich zu andern Herstellern.
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      Fotokünstler1


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      Beiträge: 18
      Datum des Kommentars: Mi 6.1.2010 Würden Sie das Produkt empfehlen? Ja | Welchen Preis würden Sie dafür zahlen?: Keine angezeigt | Wertung: 0 

       
      Positiv:
      Negativ:

      Hallo Mark,
      ich habe auch noch eine Mamya 645 und teile deine Meinung,viele Jahre hatte ich viel Freude mit der Kamera - leider
      ist sie defekt und hat einen Ehrenplatz in der Vitrine bekommen.
      Die Objektive kann ich mit T2 Adapter und Objektivrückdekellösung noch an der Eos 20D nutzen,wo besonders das 1,9/80 sich gut für Gesichtsfotografie eignet.
      Für das 45mm werde ich mal einen Schwenkadapter bauen.

      Gruß

      Friedhelm
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