Dieses doch etwas betagte Blitzlicht habe ich von meinem Vater zu treuen Händen überlassen bekommen.
Mit anfangs etwas skeptischen Blicken, ob dieses überaus analoge Teil denn auch mit meiner recht neuartigen digitalen SLR funktioniert, machte ich meine ersten Versuche.
Wenig begeistert von den Ergebnissen nahm ich allerdings Dankend das gut gemeinte Geschenk an.
Vor wenigen Tagen hab ich den "guten alten" wieder einmal ausgepackt. Mit etwas mehr Fotowissen und erfahrung traute ich wiedereinmal an den Mecablitz.
Beeindruckend.
Mit entsprechender Handhabung bringt der 218TR beachtlich gute Ergebnisse. In der festen Einstellung von 1/125 Sek. und entsprechender Blenden wahl kommen anschauliche Bilder zu Stande.
Funktionsweise:
Der Blitz misst selbständig die Lichtverhältnisse der Umgebung über einen Fotosensor und dosiert entsprechend lange einen Blitz mit fester Helligkeit. Das Problem der festen Blendenwahl wurde durch einen Filter gelöst, der vor den Fotosensor geschoben werden kann. So gibt es 4 Betriebsarten für den Blitz.
Bezug auf ISO100/21-DIN:
Roter Punkt: BLende 4, Entfernung 1-10 Meter
Gelber Punkt: Blende 8, Entfernung 0,5-5 Meter
Blauer Punkt: Blende 16, Enfernung 0,5-2,5 Meter
SchwarzerPunkt (Betrieb ohne Telecomputer):
bei ISO50/18-DIN
Entfernung ca. 1,5 Meter : Blende 16
Entfernung ca. 3,5 Meter : Blende 8
Entfernung ca. 10 Meter : Blende 2,8
Auf der Rückseite befindet sich eine drehbare Skala, mit deren Hilfe man die entsprechende Blende bei "eigelegter" ISO-Empfindlichkeit ablesen kann, die in der gewünschten Einstellung benötigt wird um das Bild richtig zu belichten.
Man hat damit Einfluss auf die Tiefenschärfe. Auch ohne TTL ;-)
Der Reflektor lässt sich ebenfalls schwenken, zusätzlich kann man den ganzen Blitz mit einem Handgriff am Blitzschuh hochkant schwenken. Indirekts Blitzen über Wänder oder Decken sind also ebenfalls kein Problem.
Bedingt lässt er sich auch "entfessselt" bedienen. der rote Knopf am Blitzschuh löst manuell einen Blitz aus.
Abgesehen davon, dass der eingebaute Akku (NiCd) den Geist aufeggeben hat und ich ein externes Batteriegehäuse an den Blitz montiert und angeschlossen. Gefüllt mit 4x Ansmann AAA-Akkus hat man genügent Energie um einige Blitze auszulösen.
Abgesehen davon und der oben angesprochenen Lautstärke beim laden gibt es keine mnennenswerten Nachteile, wenn man das Alter ausser acht lässt und die ensprechend reduzierte Technologie.
Alte Technik hat früher schließlich auch gut funktioniert. ;-)
Ich finde den Blitz klasse. und hab gelernt einigermassen damit umzugehen.
Auf Wunsch finde ich bestimmt noch einpaar Beispielbilder.
Gruß Rolias