Piet
Administrator
Registrierte: August 2006 Ort: Algermissen Beiträge: 1423
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Datum des Kommentars: Fr 27.3.2009
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Würdest Du das Produkt empfehlen? Ja |
Welchen Preis hast Du bezahlt?: €329.00
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Positiv:
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Präzise, Scrollrad, Schnelltasten
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Negativ:
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Kleiner als Intuos3 DIN A5 SE, Teuer, klapprige Tasten
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Vorabinformationen
Da ist es also, dass neue Intuos4 Medium Tablet. Die Bezeichnung hat sich gegenüber der Vorgängerserie geändert, heissen die Intuos4 nun Small (S), Medium (M), Large (L) und Xtra Large (XL). Das entspricht ziemlich genau den Intuos3 Pendants DIN A6 (S), DIN A5 (M), DIN A4 (L) und DIN A3 (XL).
Das mir vorliegende Intuos4 Medium (DIN A5) ist brandneu (Stand 27.03.2009) und liegt derzeit bei einem Straßenpreis von 329,-EUR. Das ist ein wenig günstiger als die unverbindliche Preisempfehlung von Wacom, die 369,-EUR beträgt.
Verpackung
Wacom hat sich wirklich alle Mühe gegeben, dass muss man sagen. Dem Käufer wird das Produkt mit einer wirklich schönen Verpackung schmackhaft gemacht. Es sei nur soviel erwähnt, derjenige der bereits im Besitz eines Apple Macbooks ist, wird sich schnell an das Gefühl erinnern, als er sein Macbook aus der Verpackung genommen hat. Sehr gut.
Inhalt
Nach dem Öffnen macht sich schnell Ernüchterung breit. Es befindet sich exakt das Tablet, ein USB Anschlußkabel, ein Stift, der Stifthalter und eine CD/Benutzerhandbuch- Verpackung in dem großen Gesamtpaket. Vorbei die Zeit, als den Wacom Intuos Tablet's noch eine Mouse und ein großes Handbuch beilag.
Anschließen und los geht's
Das muss man Wacom lassen, der Treiber unter MacOSX ist wirklich gut. Da ich bereits im Besitz eines Wacom Intuos3 war, brauchte ich das Tablet bloß auszutauschen und konnte sofort loslegen. Was mir sofort negativ ins Auge stach, ist die Tatsache, dass das Intuos4 Medium ein gehöriges Stück kleiner ist, als das Intuos3 DIN A5 Wide in der Special Edition (SE). Warum weiß wohl nur Wacom.
Die Oberfläche wurde von Wacom neugestaltet und ist um einiges "kratziger" als bei dem Vorgänger. Das hat mich einige Striche Eingewöhnung gekostet, stellte sich aber schnell als "griffiger" und präziser heraus. Mag aber auch nur ein Subjektiver Eindruck sein.
Der Stift ist nahezu identisch geblieben, vielleicht ein paar Millimeter dünner, aber alles Andere als der Rede wert. Die Stifte aus der Intuos3 Reihe funktionieren leider nicht mit der neuen 4er Reihe. Sehr ärgerlich und gelinde gesagt frech, da die Stifte ein kleines Vermögen kosten. In einem Nebensatz sei erwähnt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich die Stifttechnik so gravierend geändert hat, um hier von einer physikalischen Inkompatibilität zu sprechen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren...
Links Rechts wie auch immer
Wacom hat es verstanden, dass Intuos4 so zu designen, dass sowohl Rechts- als auch Linkshänder uneingeschränkten Nutzen ziehen können. Das Tablet kann bei Bedarf gedreht werden und schon sind die Tasten entweder von Links, oder von Rechts erreichbar. Sehr gut.
Die Tastenanordnung hat sich verändert und das ist auch gut so. Jede Taste wird nun von einem kleinen seitlichen OLED Display erklärt. Weiterhin ist der Zoom nun hinter einem sensorischen Scrollrad verborgen. Zudem hat dieses Scrollrad in der Mitte einen Button, mit dessen Klick verschiedene Funktionen aufgerufen werden können. Klasse. Ob man die OLEDs wirklich benötigt wage ich zu bezweifeln, da man spätestens nach dem zweiten Aufrufen eh nicht mehr hinsieht. Zudem sind die Tasten alles andere als qualitativ hochwertig. Bei meinem Intuos4 sind sie schief und sehr wackelig. Das darf bei dem Preis definitiv nicht passieren.
Update: Wie ich mittlerweile aus verschiedenen Quellen mitbekommen habe, sind die Tasten absichtlich von Wacom schief desingt worden, damit der Nutzer sie besser unterscheiden kann. Nun ja...
Anwendung und so
Jeder, der bereits ein Tablet im Einsatz hatte, wird sich sofort heimisch fühlen. Neu hinzugekommen ist nun ein so genannter Präzisionsmodus. Dieser wird auf Tastendruck eingeschaltet und erlaubt einen sehr präzisen (weil langsamen) punktgenauen Klick, wenn er erforderlich ist Pixelgenau zu zeichnen. Super.
Die Druckpunkte wurden verbessert. Satte 2048 Druckstufen können nun mit sanfteren Druck als noch beim Intuos3 eingesetzt werden. Somit ist die Gefahr geringer, das kostbare Tablet durch zu große Druckausübung zu beschädigen, oder zu zerkratzen.
Die neue Oberfläche hatte ich bereits einige Sätze oberhalb angesprochen. Gegenüber dem Intuos3 ist kommt sie einem rauher und weniger Stiftschonend vor. Wacom behauptet zwar das Gegenteil, aber erst ein Langzeittest wird zeigen, ob die Stiftspitzen länger, oder kürzer halten. An die neue Griffigkeit muss sich der Zeichner erst gewöhnen. Das aber nur, wenn man die Vorgänger kennt.
Apropos Stiftspitzen, hier hat sich Wacom was richtig geiles einfallen lassen. Der Stifthalten kann durch eine Drehung geöffnet werden und verbirgt die bekannten Stiftspitzen. Endlich verbaselt man sie nicht mehr in irgendwelchen Schubladen.
Das Zoomrad ist klasse. Schnell gewöhnt man sich an die Belegung und die Anwendung gerät mit einer spielerischen Leichtigkeit. Die Zoomstufen sind präzise und erlauben in der Fotonachbearbeitung einen schnellen Zoom in die zu bearbeitenden Bereiche. Man gewöhnt sich so schnell daran, dass man bereits nach ein paar Minuten nur noch das Tablett benutzt und nicht mehr auf die Mouse zurückgreift.
Preis, Leistung und ROI
329 Tacken sind ein Schnack, keine Frage. Aber wer einmal mit einem Wacom gezeichnet hat, wird es nicht mehr missen mögen. Präzision und Ergonomie sind erstklassig. Allerdings finde ich die Verarbeitung gerade bei den Tasten verbesserungsbedürftig. Ich erwarte bei einem solchen Preis nichts, aber auch gar nichts wackeliges an meinem Tablet. Die Tasten sind aber auch das Einzige, was bemängelt werden könnte. Wie gesagt, es handelt sich hier um meine ganz persönliche und subjektive Meinung.
Aufrüsten von Intuos3?
Wenn du ein Wacom Intuos3 DIN A5 Special Edition besitzt, dann spar dir das Geld für das neue Intuos4. Es lohnt sich nicht. Die Oberfläche ist kleiner, die Neuerungen zu gering und der Preis (noch) zu hoch. Wenn du noch kein Tablett besitzt, dann schlag zu. Du wirst es nicht bereuen.
Fazit
Ein gutes Werk wurde vollbracht. Aber kein hervorragendes. Die Neuerungen sind okay, aber auch nicht mehr und auch nicht weniger. Die Inkompatibilität der "alten" Intuos3 Stifte finde ich inakzeptabel, auch wenn es durch technologische Neuerungen erklärt werden kann. Insgesamt bekommt der Käufer ein gutes, leistungsstarkes und ergonomisches Tablett. Leider zu einem hohen Preis.
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