Mark
Administrator
Registrierte: August 2006 Ort: bei Auxburg Beiträge: 5669
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Datum des Kommentars: So 25.5.2008
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Also eines muss an dieser Stelle als Erstes gesagt werden: "Elegant" sieht man nciht gerade aus, wenn man mit einem Einbeinstativ unterwegs ist. Da macht auch das Manfrotto 676B DIGI keinen Unterschied.
Aber von Anfang an:
Wer kennt das nicht: Ein trüber Tag oder eine viel zu lange Brennweite bringen uns an die Grenzen dessen, was unter normalen Tageslichbedingungen möglich ist. Aber dafür extra das große Stativ einpacken? Manchmal ist nicht nur die pure Faulheit, sondern andere Gründe (Gepäck, kein Platz, zu auffällig, ...) daran schuld, dass wir uns gegen das Mitnehmen des sperrigen entscheiden. Schon wegen des Gepäcks ist das Einbeinstativ natürlich ein willkommener Begleiter. Es ist leicht, und zusammengeschoben sogar recht klein. An den meisten Fototaschen wird man eine Möglichkeit der Befestigung finden. Mit seinen schlappen 400g fällt es im weiteren Fotogepäck eigentlich nicht weiter auf.
Wird es nun ein wenig schummriger, und die Verschlusszeiten gehen nach oben, spielt das Manfrotto seine Trümpfe aus: Innerhalb von wenigen Sekunden wird aus dem Alu-Stöckchen ein ausgewachsener 1,53m Stab. In 5 weiteren Sekunden sind Kamera oder Objektiv mit dem Einbeinigen verschraubt, und das Bild kann gemacht werden. Für Menschen um die 1,80cm Körpergrösse ist die Kamera bei Vollauszug sofort in Augenhöhe und damit Schussbereit.
Es ist erstaunlich, welche unglaubliche Ruhe dieses kleine Stativ in den Sucher bringt - es lassen sich mit Hilfe des kleinen 676 B DIGI erheblich längere Verschlusszeiten realisieren, als aus der Hand. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der man mit einem Einbeinstativ arbeiten kann. Besonders bei einem Besuch im Zoo konnte ich die Vorteile ausspielen: Zwischen quengelnden Kindern und noch lauter quengelnden Eltern konnte ich mit dem Einbein und meiner langen Linse problemlos hindurchsausen. Die drei Klemmen des Einbeinstativs geöffnet, "klick-klack-kluck" und schon Schussbereit - wahnsinn!
Im eingefahrenen Zustand kann man das 676B problemlos auch an der Kamera montiert lassen - kein Problem, die Handlichkeit ist dadurch kaum eingeschränkt - undenkbar mit einem ausgewachsenen Stativ an der Kamera im Zoo zwischen den Straussen rumzulaufen!
Jetzt weiss ich endlich, warum die ganzen Sportfotografen alle mit Einbeinstativen arbeiten: Sie sind schnell, flexibel aber nicht sperrig, und sind allemal besser, als mutige Handschüsse, über deren Verwacklung man sich erst am PC ärgert.
Ich habe in meinen Erfahrungen mit dem Manfrotto 676 B DIGI bisher nur einen einzigen Haken festgestellt: Die Trageschlaufe: Alleine im Zoo hat sich die Schlaufe etwa 3x gelöst, wodurch das Stativ direkt auf die Streichelwiese gefallen ist - hier sollte Manfrotto nachbessern - so lange dies noch nicht geschehen ist, muss man halt ein wenig basteln...
Daten für das Stativ Manfrotto 676B DIGI:
Transportlänge 49 cm
Gewicht 0.4 kg
Material Eloxiertes Aluminium
Anzahl der Stativbeinabschnitte 4
Befestigung der Stativbeine Schnellspannhebel
Max. Betriebshöhe 153 cm
Min Betriebshöhe 49 cm
Max. unterstütztes Gewicht 4,5 kg
Mein Fazit bis heute
(10 Punkte = best)
Lieferumfang: 10
Preis-Leistungs Verhältnis: 10
Handhabung: 05 (wegen dieser doofen Handschlaufe)
Haptik: 01
Für um die EUR 30,- eine wirklich lohnende Anschaffung - auch für Leute die weniger oft in den Zoo oder ins Fussballstadion gehen!
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