Mark
Administrator
Registriert seit: August 2006 Ort: bei Auxburg Beiträge: 5787
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Datum der Rezension: Fr 23.5.2008
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Bezahlter Preis?: €350.00
| Bewertung: 10
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Positiv:
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Haptik
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Negativ:
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schwer
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Nicht nur zum Nägel in die Wand schlagen: die Nikon F4s - Nikons erste Autofokus-Profikamera.

Wer schon immer mal eine richtige Profikamera sein Eigen nennen wollte, der muss sich auf die Suche nach einer Nikon F4 machen. Die F4 kam 1988 auf den Markt, und es gab sie in 3 Varianten:
- Die Nikon F4 ( ab 1988 )
- Die Nikon F4s ( ab 1989 ) - zusätzlich mit dem Batteriegriff MB-21 ausgestattet und die wohl vernünftigste F4
- Die Nikon F4e (ab 1991) - zusätzlich mit dem mächtigen Batteriegriff MB-23 ausgerüstet
Die Kameras unterscheiden sich eigentlich nur in der angebotenen Energieversorgung und der maximalen Filmtransportgeschwindigkeit. Während die "nackte" F4 "nur" auf 4 Bilder pro Sekunde kam, waren es mit den beiden anderen Varianten rasante 5,7 Bilder pro Sekunde. Das schafft heute kaum eine digitale SLR, dabei müssen die nur Daten und keine Filme transportieren! Die F4e war daüberhinaus noch mit dem Akkupack MN-20 betreibbar.
Nikon D200 und Nikon F4s in einer Tasche?
Das tolle bei Nikon ist, dass die Kameras und Objektive bis heute alle miteinander kombinierbar sind. Wer also heute eine satte D200 Ausrüstung sein Eigen nennt, kann problemlos mit einer F4 sofort in die analoge Welt einsteigen, und alle seine Objektive verwenden (es sei denn, diese sind DX-Nikkore, die ausschliesslich für den kleineren Bildkreis der digitalen SLRs gerechnet wurden).

Echtes Analog-Feeling bei vollem Komfort
Wer mit der F4s arbeitet, hat den vollen Komfort, aber trotzdem das echte analog-Feeling. Die Kamera verfügt nicht über 20 verschiedene LC-Displays, sondern lediglich über ein kleines - im Sucher! Die Einstellelemente an der Kamera sind alle analog gehalten - Dreh und Knebelschalter verteilen sich über die gesamte Kamera.

Manuelle Vollautomatik
Trotzdem bietet die Kamera neben einer Blenden- und Zeitautomatik natürlich die volle manuelle Kontrolle. Und: eine variable Programmautomatik. Meine absolute Lieblingseinstellung ist die "Programmautomatik high", die immer sehr hohe Verschlusszeiten mit weit geöffneten Blenden verbindet.
Festgewachsen?
Wer die F4s einmal in der Hand hatte, der will sie nie wieder hergeben - eine solche Haptik sucht man bei modernen Kameras definitiv vergeblich. Sie schmimegt sich regelrecht an die Hand an, der Zeigefinger rutscht automatisch zum Auslöser, man will die vielen Knöpfe und Knebelchen einfach benutzen und bedienen. Das hohe Gewicht der Kamera tut ihr übriges zum besonders wertigen Eindruck der F4.

Immer eine Funktion mehr
Von den Features her sei gesagt, dass die F4 immer ein FEature mehr dabei hat, als man wirklich braucht. Angefangen von der Spielgel-Vorauslösung, Mehfachbelichtung, verschiedenen AF-Verfahren , 3 Messverfahren, auswechselbarn Mattscheiben etc. pp.
Temposünder?
In Sachen Geschwindigkeit merkt man der Kamera natürlich ein gewisses Alter durchaus an - der Autofokus ist ein wenig in die Jahre gekommen, und kann mit den modernen Konstruktionen nicht mehr mithalten. Aber: Verwendet man ein modernes Objektiv mit eingebautem Focussierungsmotor (AF-S Serie) , dann geht sie heftig zur Sache und steht einer modernen SLR in nichts mehr nach. Spätestens beim Filmtransport muss sich sogar die D200 den 5,7 Bildern einer F4s gegenüber geschlagen geben, und klackert heiser vor sich hin. Apropos - das Auslöse- und Filmtransportgeräusch einer F4 ist etwas genz besonderes. Wer dieses schonmal gehört hat, will den Finger nicht mehr vom Auslöser nehmen!
Canikon.de Fazit:
Die F4 ist ein knallharter Profi, mit der man durch dick und dünn gehen kann. Ein analoges Schlachtschiff mit dem Stil der 90er Jahre und echtem Profi-Feeling. Geschwindigkeit nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, aber dieser Auslösesoud macht süchtig.
Canikon.de Tipp: Gut auswählen
Vorsicht bei den Online-Börsen. Die Nikon F4 ist und war eine Profi-Kamera - dementsprechend sind viele angebotene Modelle auch behandelt worden. Es wäre nicht das erste mal, dass ein Profi-Fotograf seine F4 quer durch den Amazonas und zurück geschleppt hat. Preise für eine gute F4 unter 275 EUR sind verdächtig - genau nachfragen.
Canikon.de Fazit in Punkten:
(10 Punkte = best)
Preis-Leistungs Verhältnis: 10 (dank Preisverfall)
AF-Leistung: 02
Handhabung: 10
Haptik: 10
Kult-Faktor: 10
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